Keine 13. AHV-Rente auf dem Buckel der Jungen

Vera - Kampagnenteam
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16 January 2024 Tempo: 2 minuti
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Medienkonferenz
Die Jungfreisinnigen, die Junge Mitte, die Junge GLP und die Junge SVP haben an einer Medienkonferenz deutlich gemacht, dass sie sich gegen eine 13. AHV-Rente auf dem Buckel der Jungen wehren. Denn Generationengerechtigkeit funktioniert in beide Richtungen. Die 13. AHV-Rente verletzt dieses Prinzip gravierend: Sie f√§hrt die AHV und somit die Renten zuk√ľnftiger Generationen finanziell an die Wand, f√ľhrt zu einer unfairen Umverteilung von Arm zu Reich und geht verschwenderisch mit unseren Ressourcen um.

Das Prinzip der Generationengerechtigkeit funktioniert in beide Richtungen und ist ein integraler Teil unserer Gesellschaft: Junge unterst√ľtzen nicht nur √§ltere, indem sie ihnen ihre AHV-Renten √ľber das Umlageverfahren finanzieren, sondern auch die √§lteren unterst√ľtzen die j√ľngeren Generationen, indem sie Sorge tragen zu unseren Ressourcen, und in nachhaltige L√∂sungen und Infrastruktur investieren, auch dann, wenn sie vielleicht selbst nicht mehr davon profitieren.

1. Die Initiative treibt die AHV in den Ruin

Die AHV-Renten sind nur noch bis 2030 gesichert, danach wird jedes Jahr mehr ausgegeben, als eingenommen wird. Angesichts dessen, dass in den n√§chsten 10 Jahren weitere 500‚Äô000 Menschen das Rentenalter erreichen werden, muss das Sozialwerk dringend saniert werden. Die Priorit√§t sollte also klar sein, das aktuelle Rentenniveau f√ľr alle Generationen zu sichern. Die 13. AHV-Rente fordert stattdessen einen nicht-finanzierten Ausbau nach dem Motto ‚Äúnach mir die Sintflut‚ÄĚ. Die Initiative w√ľrde die AHV-Kasse im Rekordtempo leeren und hinterl√§sst kommenden Generationen einen riesigen Schuldenberg.

2. Unfaire Umverteilung

Pensionierte stehen finanziell besser da als Erwerbst√§tige: Sie haben im Schnitt ein sechsmal h√∂heres Verm√∂gen, doppelt so viele sind Hausbesitzer und sie erhalten den Grossteil aller Erbschaften. Die Erwerbst√§tigen und besonders junge Familien hingegen sind einem erh√∂hten Armutsrisiko ausgesetzt. Genau sie w√ľrden aber die Kosten der 13. AHV-Rente tragen. Denn um die Finanzierungsl√ľcke infolge 13. AHV-Rente zu decken, m√ľsste entweder die MWST auf einen Rekordsatz von 9.1 Prozent erh√∂ht werden oder die Lohnbeitr√§ge um 0.9 Prozentpunkte auf 9.6 Prozent steigen. Preiserh√∂hungen belasten Familien am meisten. Sie haben bereits mit den Krankenkassenkosten zu k√§mpfen. Lohnabgaben belasten die j√ľngeren Generationen unverh√§ltnism√§ssig, da sie diese noch √ľber einen viel l√§ngeren Zeitraum einzahlen m√ľssten, ohne dadurch mehr Rentenleistungen zu erhalten. Eine effektive Umverteilung von jung und arm zu alt und reich ist nicht generationengerecht.

3. Verschwenderisches Giesskannenprinzip

Die 13. AHV-Rente wird nicht gezielt an finanziell schwächere Haushalte ausgezahlt, sondern bedarfsunabhängig an alle Rentnerinnen und Rentner. Aufgrund der proportionalen Berechnung der Rentenerhöhung gemäss dem bisherigen AHV-Leistungsniveau erhalten insbesondere jene, die bereits heute eine Maximalrente beziehen, doppelt so viel zusätzlich wie jene mit einer Minimalrente. In Anbetracht der hohen Kosten, entsteht also ein vernachlässigbarer Nutzen. Ein solch verschwenderischer Umgang mit unseren Ressourcen ist inakzeptabel.

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